Autokredit - So finanzieren Sie Ihr Auto günstig

Das Auto scheint heutzutage unentbehrlich zu sein. Dabei gibt es durchaus Alternativen, die allerdings vielfach ein Schattendasein führen. Der öffentliche Nahverkehr, Carsharing und Fahrgemeinschaften wären für viele verschuldet Autobesitzer sicher besser gewesen, als sich den fahrbaren Untersatz mit einem Autokredit zu finanzieren.

Denn: Das Auto ist der Motor der Verschuldung. Sich das Auto mit einem Autokredit zu finanzieren, ist fast schon Usus; kein anderer Gebrauchsgegenstand wird so häufig finanziert. Dabei wird gern vergessen: Die billigste und sicherste Art ein Auto zu kaufen ist Barzahlung. Kommt Bargeld ins Spiel, sind die Händler bei den meisten Typen zu Rabatten von bis zu 20 Prozent des Listenpreises bereit — besonders wenn man ein Auto nimmt, das auf dem Hof steht. Die schlechte Absatzlage ist der Grund für dieses Entgegenkommen. Daneben nehmen Händler Altautos oft zu hohen Preisen zurück oder bieten gar Geschenke wie kostenloses Tanken oder Übernahme von Steuer und Vollkasko an.


Die gebräuchlichste Form allerdings, Autos zu bezahlen, ist der Kauf über einen Autokredit. Zumeist ist dabei nur rund ein Viertel des Preises als Anzahlung fällig, mitunter auch weniger. Je geringer die Anzahlung, desto höher natürlich die Kreditsumme und umso teurer die Rückzahlung des Autokredits.


Bei einem Autokredit sollte möglichst auf drei oder mehr Jahre Laufzeit des Autokredits geachtet werden

Abgesehen von der Anzahlung wird der Hauptteil des Kaufpreises ratenweise bezahlt. Dabei hat der Kunde die Wahl, wie lange der Autokredit laufen soll: Geboten werden 12 Monate, 24 Monate, 36 Monate, 48 Monate, 60 Monate oder gar 72 Monate Laufzeit für den Autokredit.

Eigentümer bleibt in jedem Falle bis zur letzten Rate des Autokredits die Bank. Dort liegt auch bis zur vollständigen Tilgung der letzten Rate des Autokredits der Fahrzeugbrief unter Verschluss,
in dem aber von Beginn an der Kunde als Halter eingetragen ist. Sinnvoll ist für Normalverbraucher eine längere Laufzeit, etwa von 3 bis 5 Jahren, weil nur so die Raten genug Platz für sonstige finanzielle Verpflichtungen lassen. Der billigste Autobank-Kredit nutzt nicht viel, wenn erschon nach 12 Monaten zurückgezahlt sein muss. Häufig bleibt man dabei auf einer hohen Schlussrat des Autokredits sitzen.

Günstig: Gegenwärtig bieten die Autobanken Autokredit mit verschwindend geringen Zinsen. Dadurch wächst der Spielraum des Kunden, eigenes Geld höherverzinslich anzulegen, und die Chance, unterm Strich mehr Geld einzunehmen als der Autokredit am Ende kostet. Allerdings stellen Autobanken häufig die Auflage, eine Vollkasko-Versicherung abzuschließen und das Auto regelmäßig von einer Fachwerkstatt pflegen zu lassen. Dinge, die bei einem neuen Auto durchaus Sinn machen, einen Autokredit aber natürlich verteuern.

Trotzdem: Jeder Autokredit kommt teurer als Barzahlung. Grund: Wer sich Geld borgt, muss dafür Zinsen zahlen, die den Kauf verteuern. Dabei reicht die Preisspanne von den erwähnten Mini-Zinsen der Autobanken bis zu Maxi-Zinsen der Hausbank (gegenwärtig um die 10 Prozent). Beim Autokredit der Autobank kommt hinzu, dass der Barzahler-Rabatt flöten geht. Dieses Argument spricht für einen Autokredit bei der Hausbank, mit dem man beim Autohändler wie ein Barzahler auftreten kann.

Wer sein Auto auf Kredit kauft,

- sollte möglichst 20 Prozent in bar anzahlen (geben Sie Ihren alten Wagen in Zahlung), möglichst 36 Monate Laufzeit wählen (das macht die Rate erträglich)
- versuchen, die Zinsen so niedrig wie möglich zu halten bevorzugen Sie Sonderangebote der Autobanken)

Auto Finanzierung über Auto- oder Hausbank?

Wer sich für einen Autokauf mit einem Autokredit entschieden hat, muss nun wählen: Soll die Finanzierung über eine Herstellerbank bzw. eine unabhängige Autobank laufen, wodurch günstige Zinsen winken, aber der Rabatt verloren geht? Oder geht der Kunde zu seiner teureren Hausbank, nimmt dort einen Kredit und kann gegenüber dem Autohändler als Barzahler auftreten und Rabatt einheimsen?

Es gibt auch einige Argumente, die für eine Finanzierung über die Hausbank sprechen:Bei der Hausbank können oft längere Laufzeiten als bei der Autobank vereinbart werden.In der Regel muss kein Cent angezahlt werden (100-ProzentFinanzierung); allerdings verteuert das den Kredit.

Der Autokredit über den Händler lohnt in der Regel nur bei Sonderkonditionen für bestimmte Modelle. Wer seinen Neuwagen mit Sonderkonditionen finanziert, kann viel Geld gegenüber einem herkömmlichen Autokredit von einer Bank sparen. Ab 0,9 Prozent effektiver Jahreszins geht es schon los, 1,9 Prozent sind gar nicht selten, 6,9 Prozent für Ihren Autokredit sind bereits teurere Angebote. Interessant sind alle Angebote, die dem Kunden bei 36 Monaten oder mehr Laufzeit höchsten 5 Prozent effektiven Jahreszins abverlangen. Es gibt auch einige Argumente, die für eine Finanzierung über die Hausbank sprechen: Bei der Hausbank können oft längere Laufzeiten als bei der Autobank vereinbart werden. In der Regel muss kein Cent angezahlt werden (100-ProzentFinanzierung); allerdings verteuert das den Autokredit.

Gerade auch viele Autohersteller oder die mit ihnen kooperierenden Banken bieten zur Anschaffung eines fahrbaren Untersatzes günstige Kredite an. Wägen Sie auch hier die Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander ab: Wenn Sie einen Wagen in bar bezah­len, erhalten Sie üblicherweise einen beachtlichen Rabatt. Und auch wenn Sie den Kauf über den Autohändler finanzieren, müs­sen Sie zu Beginn des Vertrags eine meist nicht unerhebliche Anzahlung leisten.

Der Kunde ist in der Wahl seines Fahrzeugs nicht an einen bestimmten Hersteller, eine bestimmte zeitlich begrenzte Aktion oder einige wenige Sondermodelle gebunden. Die günstigsten Autokredite geben die Autobanken.

Wann sich Auto-Leasing lohnt

Kunden können aber nicht nur zwischen Barkauf und Autokredit bzw. zwischen verschiedenen Krediten wählen. Auch das Leasen eines Autos kommt, so haben die Warentester herausgefunden, häufig nicht viel teurer als das Finanzieren. Auf den ersten Blick kommt es sogar billiger, das Auto nur zu benutzen statt es zu kaufen. Die großen Autohersteller besitzen nicht nur eigene Banken, die das Kredit-Geschäft abwickeln, sondern auch eigene Leasing-Gesellschaften. Diese verleasen im Zusammenwirken mit den Vertragshändlern ausschließlich Fahrzeuge dieses Herstellers. Der Fahrzeugbrief indes bleibt zur Verwahrung bei der Leasing-Bank.

Zunächst wird beim Händler ein Leasingantrag gestellt (für das Auto), den der Händler an eine Leasingfirma weiterreicht. Gibt die grünes Licht und kauft das Auto – der Kaufvertrag wird zwischen Händler und Leasing-Firma geschlossen – wird auch der Leasingantrag des Kunden wirksam. Nun darf der Händler das Auto an den Kunden ausliefern und der Kunde beginnt an die Leasing-Gesellschaft zu zahlen.

Vor der Entscheidung für oder gegen Leasing sollten Sie als Kunde beim Autohändler in Erfahrung bringen, ob denn ein satter Rabatt auch für Leasing-Kunden drin ist. Denn den bieten inzwischen alle Autohersteller-Leasing-Gesellschaften.

Für Privatkunden kann Auto-Leasing dann interessant sein, wenn der Händler nicht mit dem Listenpreis kalkuliert, sondern seinem Hauspreis. Faustregel: Ab 10 Prozent Rabatt aufwärts sollten Sie sich das Angebot einmal durchrechnen. So etwas gibt es praktisch nur beim Hersteller bzw. Händler. Herstellerunabhängige Leasing-Gesellschaften können solche Rabatte nur selten bieten.Kommt der Vertrag zustande, so zahlen Sie bei Vertragsabschluss meist 20 Prozent des Neupreises als Anzahlung (Miet-Sonderzahlung genannt) und danach monatliche Raten für Nutzung, Wertverlust, Kreditzins, Kredittilgung, Verwaltung und Unternehmensgewinn der Leasinggesellschaft.

Die Monatsrate ist viel niedriger als bei einem Kredit, weil sie die Kosten nicht wie beim Darlehen zu 100 Prozent einspielen muss (Vollamortisierung), sondern nur zu 60 oder 70 Prozent(Teilamortisierung). Schließlich erhält die Leasing-Firma am Ende der vereinbarten Laufzeit das Auto zurück und kann daraus noch Kapital schlagen. Leasingverträge laufen über eine Grundmietzeit, die 40 bis 90 Prozent der betrieblichen Nutzungsdauer des Gegenstandes ausmacht. Bei Autos sind das üblicherweise zwei bis vier Jahre. Danach ist der Leasingvertrag beendet. Allerdings investieren Sie als Leasing-Kunde eine ganze Stange Geld, ohne dass Ihnen das Auto am Ende gehört. Nur Geschäftsleute können diese laufenden Ausgaben von der Steuer absetzen und damit Geld sparen. Privatleuten fehlt diese Möglichkeit in den allermeisten Fällen, wodurch sich der Nutzen des Auo-Leasing für sie in Grenzen hält.
Ratgeber Blankokredit. Internat