Geld als Zahlungsmittel

Zahlungen erfolgen durch Übertragung von Zahlungsmitteln. Als Zahlungsmittel werden Geld und Geldersatzmittel (Geldsurrogate) verwendet.Geld ist ein Gut, das im Sachgüter- und Dienstleistungsverkehr regelmäßig als Geld Tauschmittel verwendet wird. Es ist Anweisung auf einen Anteil am Sozialprodukt. Es verkörpert Verfügungsmacht über wirtschaftliche Güter.

Geld erfüllt in der modernen arbeitsteiligen Wirtschaft vier Aufgaben. Es ist: Aufgaben des Geldes:

- allgemeines Tauschmittel,
- Wertmesser und Recheneinheit,
- Wertaufbewahrungsmittel,
- Wertübertragungsmittel.


Als allgemeines Tauschmittel dient das Geld dem Austausch von Waren und Dienstleistungen. Es kann jederzeit zum Tausch verwendet werden und wird von jedermann angenommen.Wertmesser und Recheneinheit ist das Geld, weil es ständig zur Bewertung der Tauschgüter benutzt wird. Jedes Gut wird in Geldeinheiten bewertet, jeder Tausch wird über Geldeinheiten verrechnet. Alle Güter werden durch Geld vergleichbar und addierbar.Zur Wertaufbewahrung kann Geld verwendet werden, weil es haltbar und wertbeständig ist. Voraussetzung für die Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes ist das Vertrauen in die Stabilität des Geldwertes.Zur Wertübertragung eignet sich Geld, weil es Tauschmittel und Wertaufbewahrungsmittel ist. Auf der Wertübertragungsfunktion beruht das gesamte Kreditsystem.Für gesetzliche Zahlungsmittel besteht Annahmezwang. Sie müssen von jedermann in Zahlung genommen werden. Bei Münzen ist der Annahmezwang allerdings eingeschränkt. Ihre Annahme kann bei Überschreiten einer bestimmten Menge abgelehnt werden.


Geld im Inlandszahlungsverkehr

Euro-Banknoten und Euro-Münzen gelten seit 01. 01. 2002 in allen Teilnehmerstaaten der Europäischen Währungsunion als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel. Ungültig gewordene nationale Banknoten und Münzen können bei den jeweiligen Zentralbanken der einzelnen Mitgliedstaaten teilweise unbefristet, zum Teil nur bis zu bestimmten Terminen umgetauscht werden. Auf DM lautende Banknoten und auf DM und Pfennige lautende Münzen können bei der Deutschen Bundesbank unbefristet in Euro umgetauscht werden.Euro-Banknoten werden von der EZB und den nationalen Notenbanken ausgegeben. Sie weisen keine nationalen Merkmale auf. Die Banknotenserie umfasst sieben Werte: Noten zu 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro. Euro-Banknoten sind alleiniges unbeschränktes gesetzliches Zahlungsmittel.

Die Ausgabe von Euro-Münzen erfolgt durch die Regierungen der beteiligten Mitgliedstaaten (Münzregal). Das Volumen der Euro-Münzen genehmigt die Europäische Zentralbank. Einnahmen aus dem Münzgewinn kommen den jeweiligen Staatshaushalten zugute. Geld in Euro-Münzen gibt es in acht Stückelungen. Sie lauten auf ein und zwei Euro sowie auf 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent. Im Gegensatz zu den Banknoten ist das Geld, was die Euro-Münzen angeht, nicht einheitlich gestaltet. Sie weisen eine einheitliche europäische Vorderseite sowie eine von jedem Land individuell gestaltete nationale Rückseite auf. Trotz der unterschiedlich gestalteten Rückseiten sind Euro-Münzen in allen Teilnehmerstaaten der Währungsunion gesetzliches Zahlungsmittel.

Buchgeld oder Giralgeld sind Geldbeträge, die auf Giro- und Kontokorrentkonten für Zahlungszwecke zur Verfügung stehen. Zum Buchgeld rechnen Sichteinlagen und durch Kreditgewährung bereitgestellte Mittel, nicht dagegen Spareinlagen und Termineinlagen.

Buchgeld ist kein gesetzliches Zahlungsmittel. Es kann aber jederzeit in Bargeld umgewandelt werden.

Elektronisches Geld sind vorausbezahlte Zahlungseinheiten, die anstelle von Bargeld oder Buchgeld verwendet werden können.

Beim Kartengeld sind die elektronischen Werteinheiten auf einer vorausbezahltenWertkarte (z. B. der GeldKarte) gespeichert. Bei der Bezahlung einer Ware oder Dienstleistung wird der Geldbetrag anonym von der Karte abgebucht. Kartengeld dient vor allem der Bezahlung von Kleinbeträgen.

Beim Netzgeld handelt es sich um softwaregestütztes elektronisches Geld. Die vorausbezahlten elektronischen Zahlungseinheiten sind vom Benutzer auf PC-Festplatte gespeichert. Sie werden durch Dialog zwischen den beteiligten Rechnern zu Zahlungszwecken verwendet, ohne dass Bankkonten berührt werden. Für die EZB ist es von wesentlicher Bedeutung, dass bestimmte Mindestanforderungen an elektronisches Geld (E-Geld) erfüllt werden, damit insbesondere die Wirksamkeit geldpolitischer Maßnahmen sichergestellt wird:

- Die Emittenten von elektronischem Geld müssen der Bankenaufsicht unterliegen.- Die Ausgabe von elektronischem Geld muss transparenten Rechtsvereinbarungen, dem Gebot der technischen Sicherheit und des Schutzes vor Missbrauch sowie Meldepflichten zu monetären Statistiken unterliegen.

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